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Sprunggelenk

Pain in a woman ankleWas versteht man unter einer Sprunggelenksprothese bzw. Endoprothetik des Sprunggelenks?

Bei einer Sprunggelenksprothese – auch künstliches Sprunggelenk oder OSG-TEP genannt – handelt es sich um den endoprothetischen Ersatz eines verletzten oder verschlissenen oberen Sprunggelenks (OSG). Die Implantation einer Sprunggelenksprothese stellt inzwischen eine gute Alternative zur sogenannten Versteifungsoperation des oberen Sprunggelenks dar und wird daher in Deutschland seit einigen Jahren immer öfter durchgeführt. So werden in Deutschland mittlerweile jährlich rund 1500 künstliche Sprunggelenke eingesetzt. Das therapeutische Ziel ist dabei die Wiedererlangung einer schmerzfreien Belastbarkeit des oberen Sprunggelenks.

Anatomie des Sprunggelenks

Das Sprunggelenk verbindet die beiden Unterschenkelknochen Wadenbein (Fibula) und Schienbein (Tibia) mit den Knochen des Fußes und setzt sich aus zwei Teilgelenken zusammen: dem oberen Sprunggelenk (OSG) und dem unteren Sprunggelenk (USG).

Krankheitsbilder des Sprunggelenks

Zu den Krankheitsbildern und Sprunggelenk-Beschwerden., bei denen die Implantation eines künstlichen Sprunggelenks notwendig werden kann, gehören beispielsweise die Sprunggelenksarthrose, die Sprunggelenksarthritis und die Sprunggelenksfraktur.

Künstliches Sprunggelenk / Sprunggelenksprothese

Typen von Sprunggelenksprothesen

Eine Sprunggelenksprothese orientiert sich an der menschlichen Anatomie und den Bewegungsabläufen eines normalen oberen Sprunggelenks und ahmt dessen natürliche Form, Funktion und Bewegung nach.

Komponenten einer Sprunggelenksprothese

Eine Sprunggelenksprothese besteht in der Regel aus drei Komponenten: einer gerundeten Metallkappe für die Sprungbeinrolle, einer Metallplatte für die Schienbeingelenkfläche und einem mobilen Polyethylen-Gleitkern.

Verankerung einer Sprunggelenksprothese

Eine Sprunggelenksprothese wird heutzutage ausschließlich knochensparend und zementfrei, d.h. als einwachsende Prothesen ohne die Verwendung von Knochenzement, implantiert.

Sprunggelenk-OP zur Implantation einer Sprunggelenksprothese

Die Implantation eines künstlichen Sprunggelenks findet grundsätzlich unter stationären Bedingungen, meist im Rahmen eines ein- bis zweiwöchigen Krankenhausaufenthaltes, statt. Die Operation kann sowohl in Vollnarkose als auch in Regionalanästhesie des betroffenen Beins bzw. der gesamten unteren Körperhälfte durchgeführt werden und dauert zwischen ein und zwei Stunden. Generell sind Komplikationen während oder nach der Implantation einer Sprunggelenksprothese eher selten. Dennoch birgt die Operation wie jeder andere operative Eingriff auch gewisse Risiken.

Prothesenwechsel der Sprunggelenksprothese

Bei einem Prothesenwechsel des künstlichen Sprunggelenks – auch Revisions- oder Wechseloperation einer Sprunggelenksprothese genannt – werden entweder nur eine oder zwei der drei Prothesenkomponenten, oder aber die gesamte zuvor implantierte Sprunggelenksprothese operativ ausgetauscht.

Sprunggelenk-Reha nach der Implantation einer Sprunggelenksprothese

Die Nachbehandlung nach der Implantation einer Sprunggelenksprothese dauert etwa 6 bis 12 Wochen. Mit der Mobilisation und Rehabilitation des künstlichen Sprunggelenks wird im Krankenhaus bereits am ersten Tag nach der Operation begonnen. Dies geschieht mittels Physiotherapie und Gehübungen unter krankengymnastischer Anleitung.

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