Humeruskopffraktur (Oberarmkopfbruch) | Symptome & Therapie

Humeruskopffraktur

Bei einer Humeruskopffraktur handelt es sich um den Bruch des kugelförmigen Oberarmkopfes, der gemeinsam mit der wesentlich kleineren, längsoval geformten Schulterpfanne (Glenoid) das Schulterhauptgelenk bildet. Der Bruch des Oberarmkopfes ist eine von drei Lokalisationen, die bei einer Humerusfraktur unterschieden werden. Humeruskopffrakturen machen etwa 5 Prozent aller Knochenbrüche des menschlichen Körpers aus und treten am häufigsten bei Menschen zwischen dem 60. und 80. Lebensjahr auf. Ein fortgeschrittenes Alter gehört daher – neben dem Vorhandensein von Osteoporose (Knochenschwund) – zu den größten Risikofaktoren für Oberarmkopfbrüche. Frauen sind dabei etwa doppelt so häufig betroffen als Männer. Der Bruch der Schulterpfanne wird als Glenoidfraktur bezeichnet.
Anatomie Schultergelenk mit Beschreibung deutsch

Ursachen für eine Humeruskopffraktur

In den meisten Fällen entsteht ein Oberarmkopfbruch durch einen Unfall oder einen Sturz auf den ausgestreckten Arm oder die Schulter, häufig bei

  • Skifahren,
  • Fahrradfahren,
  • Motorradfahren oder
  • Reiten.

Symptome des Bruchs

Zu den typischen Symptomen einer Humeruskopffraktur gehören starke Schmerzen in der betroffenen Schulter und im Oberarm. Außerdem entsteht eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Schwellung am betroffenen Schultergelenk sowie ein ausgedehnter Bluterguss. Dieser kann sich über den Oberarm bis zum Ellbogen ausbreiten. Darüber hinaus sind die Schulter und der Oberarm deutlich in ihrer Funktionalität und Beweglichkeit eingeschränkt.

Therapie: So wird der Bruch behandelt

Bei einer Humeruskopffraktur können unterschiedliche Bereiche und Strukturen des Oberarmkopfes unterschiedlich stark betroffen sein. Die Behandlungsmethoden variieren deshalb je nach Lokalisation und Komplexität der Humeruskopffraktur. Auch die Anzahl der abgebrochenen Knochenfragmente und deren Grad der Verschiebung spielen dabei eine Rolle. In einigen Fällen genügt die dreiwöchige Ruhigstellung der betroffenen Schulter in einem Verband mit anschließender Krankengymnastik. In anderen Fällen wird eine Operation zur Fixierung der Knochenbruchstücke mit Schrauben oder starken Fäden oder eine operative Rekonstruktion des Oberarmkopfes notwendig.

Problematisch wird es bei einem komplizierten Trümmerbruch des Oberarmkopfes mit sehr vielen abgebrochenen Knochenfragmenten. Hier ist es unwahrscheinlich, dass sich die Funktionalität und Beweglichkeit der Schulter wieder vollständig herstellen lässt. In diesem Fall muss der verletzte Knochen durch ein künstliches Schultergelenk ersetzt werden.

 

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