Meniskus-Operation


Was ist eine Meniskus-Operation?

Bei der Meniskus-Operation handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff, der der Behandlung eines verschleiß- oder unfallbedingten Risses des Innenmeniskus und/oder des Außenmeniskus im Kniegelenk dient. Ziel der Meniskus-OP ist es, nach einem Meniskusriss wieder stabile Verhältnisse im Kniegelenk herzustellen, um so Folgeschäden wie eine Kniearthrose zu verhindern.

Eine Meniskus-OP wird heutzutage in der Regel minimal-invasiv mithilfe einer Arthroskopie des Kniegelenks (Kniegelenksspiegelung) durchgeführt. Dabei wird über zwei kleine Hautschnitte am Knie eine Sonde mit Mikrokamera und Operationsinstrumenten in das Kniegelenk eingeführt. So erhält man ein genaues Bild der geschädigten Menisken und kann diese anschließend gezielt reparieren. Eine offene Meniskus-Operation wird nur notwendig, wenn zusätzlich zum Meniskusriss auch die Bänder und Knochen des Kniegelenks verletzt sind.

Eine solche arthroskopische Meniskus-Operation ist ein relativ kurzer Eingriff von 30 bis 60 Minuten, der entweder unter Teil- oder Vollnarkose erfolgen kann und meist ambulant durchgeführt wird. In einigen Fällen kann nach einer Meniskus-OP auch ein stationärer Krankenhausaufenthalt notwendig sein, der aber selten länger als eine Woche dauert.

Arztsuche

Methoden der Meniskus-OP

Zur chirurgischen Behandlung eines Meniskusrisses stehen verschiedene Operationsmethoden zur Auswahl. So kann im Rahmen einer Meniskus-OP entweder das geschädigte Meniskusgewebe schonend entfernt oder der Riss wieder vernäht werden. Man spricht dann von einer Meniskusteilresektion bzw. von einer Meniskusnaht (Meniskusrefixation). Auch ist es möglich, bei einer Meniskus-Operation das geschädigte Gewebe durch Ersatzmaterial zu ersetzen. Dies wird auch als Meniskusimplantat oder Meniskusersatz bezeichnet.

Ob eine Meniskusoperation tatsächlich notwendig ist und welche OP-Methode dabei zum Einsatz kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hierzu gehören unter anderem die Art, das Ausmaß, die Lokalisation und die Frische der zu behandelnden Meniskusverletzung. Darüber hinaus spielen auch individuelle Begebenheiten des jeweiligen Patienten, wie das Alter, die sportliche Aktivität und das Ausmaß der Schmerzen, eine entscheidende Rolle bei der Wahl der OP-Methode.

Meniskusteilresektion

In den meisten Fällen ist die Reparatur eines Meniskusrisses mit einer Meniskusnaht nicht mehr möglich. In diesem Fall erfolgt die Meniskus-Operation in Form einer Meniskusteilresektion (Meniskusteilentfernung). Bei dieser Form der Meniskus-OP entfernt der Chirurg alle zerstörten, abgestorbenen oder eingerissenen Meniskusanteile, die sich negativ auf die Gelenkfunktion auswirken. Ziel einer solchen Meniskus-Operation ist es, so viel wie notwendig, aber auch so wenig wie möglich Meniskusgewebe zu entfernen, um einen funktionsfähigen Meniskusrest zu erhalten.

Meniskusnaht

Ist der Meniskus lediglich gerissen und weist keine wesentliche Abnutzung auf, kann eine Meniskusnaht zum Einsatz kommen. Bei dieser Form der Meniskusoperation wird der gerissene Meniskus mit dem Ziel, das Knorpelgewebe möglichst vollständig zu erhalten, genäht und so wiederhergestellt. Der Chirurg bringt die zerrissenen Meniskusteile dabei entweder mit einer sogenannten indirekten Naht mithilfe mikrochirurgischer Instrumente oder mit einer direkten Naht, bei der die Rissenden aneinandergenäht werden, wieder in seine ursprüngliche Form zurück, so dass sie anschließend wieder zusammenwachsen können.

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Meniskusersatz

Da nach einer teilweisen oder fast vollständigen Entfernung des Meniskus das Risiko an einer frühzeitigen Arthrose im Knie zu erkranken sehr groß ist, kann nach einer Meniskusteilresektion ein sogenannter Meniskusersatz in Erwägung gezogen werden. Bei dieser Form der Meniskus-Operation wird dem Patienten entweder ein Spendermeniskus transplantiert oder ein künstlich hergestelltes Meniskusersatzgewebe implantiert. Ziel dieser Meniskus-OP ist es, die Meniskusfunktion wiederherzustellen und die Entstehung einer Kniearthrose zu verhindern bzw. hinauszuzögern. Der Meniskusersatz kommt insgesamt eher selten zum Einsatz und wird meist bei sehr jungen Patienten durchgeführt.

Nach der Meniskusoperation

In der Regel kann der Patient die Klinik schon am Tag der Meniskus-Operation wieder verlassen. Je nachdem, welche Form der Meniskus-Operation durchgeführt wurde, kann das Knie entweder wenige Tage später schon wieder belastet werden oder muss noch einige Wochen geschont werden. Zur Schonung empfehlen sich die Verwendung von Unterarmgehstüzten und das Tragen einer Schiene. Die Rehabilitation nach einer Meniskus-OP erfolgt in den meisten Fällen durch eine ambulante Physiotherapie in Kombination mit Lymphdrainagebehandlungen. Weitere Termine zum Entfernen der Fäden sowie zur Kontrolluntersuchung werden mit dem behandelnden Arzt abgestimmt.