Knieinstabilität


Die Kreuzbänder (vorderes und hinteres Kreuzband) und die Kollateralbänder (inneres und äußeres Seitenband) verbinden im Kniegelenk den Oberschenkelknochen und das Schienbein miteinander und gewährleisten maßgeblich die Stabilität und richtige Beweglichkeit des Kniegelenks. Kommt es zu Verletzungen und Schädigungen dieses Kapselbandapparates wie Rupturen der Kreuzbänder, Rupturen der Seiten- bzw. Kollateralbänder sowie Verletzungen der Menisken, kann dies eine Knieinstabilität zur Folge haben.

Formen der Knieinstabilität

Bei einer Instabilität im Knie wird zwischen einer einfachen, einer komplexen und einer kombinierten Knieinstabilität. Die einfache Instabilität im Knie ist durch eine krankhafte Beweglichkeit des Knies in einer Achse oder Ebene gekennzeichnet. Bei der komplexen Instabilität des Kniegelenks liegen Schäden an den Kreuzbändern, den Seitenbändern, der Kniegelenkkapsel oder den Menisken vor. Bei der kombinierten Knieinstabilität liegt eine Kombination komplexer Instabilitäten im Knie vor, die bis zur kompletten Kniegelenkluxation reichen kann.

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Symptome einer Instabilität im Knie

Eine Instabilität im Knie äußert sich in der Regel durch einen diffusen Gelenkschmerz und ein Instabilitätsgefühl im Knie. Bei unbewussten Bewegungen kann es zudem zu dem für ein instabiles Knie typischen Wegknicken und Herausrutschen des Unterschenkels kommen.

Behandlung einer chronischen Kniegelenks-Instabilität

Eine Knieinstabilität kann chronisch werden, wenn die zugrundeliegenden Kapselbandverletzungen nicht oder zu spät behandelt werden oder die konservative Therapie, bestehend aus Muskelaufbau oder Physiotherapie, erfolglos bleibt. Ein solcher chronischer Verlauf kann langfristig zu Schmerzen, einer Einschränkung der Funktionalität des Kniegelenks und einer Kniegelenksarthrose bis hin zur Zerstörung des Kniegelenks führen. In diesem Fall ist die Implantation einer Knieprothese indiziert.