Schleimbeutelentzündung der Hüfte | Alles Wissenswerte

Schleimbeutelentzündung der Hüfte

Was ist eine Schleimbeutelentzündung der Hüfte?

Bei einer Schleimbeutelentzündung der Hüfte hat sich der Schleimbeutel (Bursa synovialis) im Hüftgelenk entweder mit einem Krankheitserreger infiziert und entzündet, oder leidet unter einer ständigen Überlastung des Gelenks. Ein Schleimbeutel kommt in jedem echten Gelenk vor. Er liegt zwischen zwei festen Strukturen, die gegeneinander verschiebbar sind. In der Hüfte sind das zum Beispiel der Kopf des Oberschenkelhalsknochens und die Gelenkpfanne im Hüftknochen. Durch den Schleimbeutel wird der Druck gleichmäßig verteilt und das Aufeinandergleiten von Knorpel und Knochen erleichtert.

Entstehung einer Schleimbeutelentzündung in der Hüfte

Der Schleimbeutel ist mit einer Membran ausgekleidet und durch eine Kapsel umgeben. Diese ist teilweise durchlässig. So können beispielsweise Nährstoffe aus dem Blutkreislauf durch die Hülle in den Schleimbeutel diffundieren. Auf diesem Weg wird der Schleimbeutel versorgt. Doch auch Krankheitserreger können so in den Schleimbeutel im Hüftgelenk eindringen und es entsteht eine Entzündung der Hüfte.

Die Erreger stammen von einem Infektionsherd, der an anderer Stelle im Körper sitzt. Wird dieser nicht unmittelbar behandelt, breitet er sich aus und die Bakterien oder Viren gelangen ins Blut. Da dieses den Körper vollständig versorgt, gelangt der jeweilige Erreger schnell und einfach an einen anderen, neuen Ort, an dem er sich einnisten kann. Durchdringt der Erreger beispielsweise die Gelenkkapsel des Hüftgelenks, siedelt er sich dort an und es kommt zu einer Schleimbeutelentzündung (Bursitis).

Symptome von Schleimbeutelentzündungen im Hüftgelenk

Im Allgemeinen zeichnet sich jede Entzündung durch die gleichen Anzeichen aus: Rötung und Schwellung des betroffenen Gebietes, die entzündete Körperregion wird warm und schmerzt. Bei einer Entzündung des Schleimbeutels im Hüftgelenk werden die typischen und auffälligen Zeichen meist nicht von dem Patienten selbst erkannt. Der Entzündungsherd im Schleimbeutel der Gelenkkapsel liegt so tief im Körper unter der Muskulatur, dem Gewebe und der Haut, dass die Zeichen Rötung, Schwellung und Wärme an der Oberfläche nicht gesehen werden.

Aus diesem Grund wird die Schleimbeutelentzündung der Hüfte oft erst bemerkt, wenn sie schmerzt und schon entsprechend fortgeschritten ist. Bei beginnenden Schmerzen in der Hüfte ist eine zügige Diagnose eines Arztes ausschlaggebend, um eine mögliche Schleimbeutelentzündung der Hüfte zu stoppen und zu beheben. Nur so kann verhindert werden, dass die Schleimbeutelentzündung bei Nichtbehandlung chronisch verläuft.

Die Schleimbeutelentzündung im Hüftgelenk ist von außen nicht durch die typischen Anzeichen als Entzündung erkennbar. Der Patient geht häufig erst bei schmerzender Hüfte zum Arzt. Ist der Schleimbeutel des Hüftgelenks entzündet, äußert sich das, ähnlich anderen Hüfterkrankungen, in Schmerzen – oft brennend und stechend. Ein Arzt kann die Schleimbeutelentzündung in der Hüfte eindeutig diagnostizieren und behandeln.

Diagnose einer Schleimbeutelentzündung

Bei Hüftschmerzen ist eine umfangreiche Anamnese des Patienten der erste Schritt der Diagnosestellung. Zusätzlich untersucht der Arzt den Patienten gründlich. Bei einer Schleimbeutelentzündung der Hüfte kommt es beim Abtasten zu einem Druckschmerz und der Arzt kann möglicherweise eine Überwärmung und Schwellung fühlen.

Nach einer Blutentnahme und der Untersuchung des Blutes im Labor zeigt sich an bestimmten Parametern, ob eine Entzündung stattfindet. Egal wo im Körper eine Infektion sitzt, ändern sich bestimmte Blutwerte. Sind diese Faktoren erhöht, liegt eine Entzündung vor und die Schleimbeutelentzündung ist durch einen Infekt verursacht. Bei Entzündungswerten im Normbereich liegt die Schleimbeutelentzündung der Hüfte an einer ständigen Überbelastung des Hüftgelenks.

Anschließend wird zusätzlich ein Ultraschall gemacht. In diesem bildgebenden Verfahren wird der Schleimbeutel in der Hüfte sichtbar gemacht und eine Entzündung und deren Ursache erkannt.

Behandlung einer Schleimbeutelentzündung

Je nach der Ursache, die für die Entzündung des Schleimbeutels in der Hüfte verantwortlich ist, wird eine entsprechende Therapie ausgewählt. In den meisten Fällen kann die Schleimbeutelentzündung in der Hüfte erfolgreich behandelt werden.

Bei einer zugrundeliegenden Bakterieninfektion kann, nach der Bestimmung des verantwortlichen Erregers, die Schleimbeutelentzündung gezielt mit einem Antibiotikum behandelt werden.

Wenn der Schleimbeutel aber entzündet ist, weil er einer andauernden Überbelastung ausgesetzt ist, muss die Hüfte ruhiggestellt werden. Das Gelenk wird nicht beansprucht und der Schleimbeutel in der Gelenkkapsel geschont, da er keine Reibung abfangen muss.

Bleiben beide Therapieansätze erfolglos und die Schleimbeutelentzündung in der Hüfte mit ständigen Beschwerden erhalten, muss der Schleimbeutel in einem operativen Eingriff entfernt werden.

Diese Website benutzen Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Akzeptieren
Experten finden   ▷
nothing