Hüftgelenksentzündung | Ursachen & Behandlung der Hüftarthritis

Hüftgelenksentzündung

Eine Hüftgelenksentzündung (Hüftarthritis) ruft bei Betroffenen in der Regel starke Schmerzen in Kombination mit einem schaukelnden Gangbild hervor. Häufig treten bei einer Entzündung im Hüftgelenk zudem Begleiterscheinungen wie Fieber, Abgeschlagenheit und/oder Herzschlagbeschleunigung auf.

Entstehung einer Hüftgelenksentzündung

Bei einer Entzündung der Hüfte kann je nach Ursache zwischen einer infektiösen und einer nicht infektiösen Hüftgelenksentzündung unterschieden werden. Nicht infektiöse Entzündungen im Hüftgelenk werden vorwiegend durch rheumatische Erkrankungen oder die Hüftgelenksarthrose verursacht.

Bei einer infektiösen Arthritis ist das Hüftgelenk von Bakterien, meist Staphylokokken oder Streptokokken, befallen. Die Bakterien werden durch die Blutbahn, von einer anderen infizierten Stelle des Körpers, in das Hüftgelenk eingebracht und lösen dort eine Entzündungsreaktion aus. Typisch sind Infektionskrankheiten, wie beispielsweise Gonorrhö, Syphilis und Tuberkulose, welche bei Keimverschleppung das Hüftgelenk erheblich beeinträchtigen.

Desweiteren kann das Hüftgelenk durch Gelenkpunktion, offenen Knochenbrüchen, Einspritzung in das Gelenk und/oder einer Operation mit Bakterien infiziert werden.

Symptome einer Entzündung im Hüftgelenk

Die infektiöse Hüftgelenksentzündung verursacht starke Schmerzen in der Leistengegend und führt zu einer massiven Schonhaltung des Beines. Das Bein rotiert nach außen und wird gebeugt gehalten.

Durch die tiefe Lage des Hüftgelenks sind typische Krankheitszeichen einer Entzündung der Hüfte, wie Rötung, Schwellung und Überwärmung, nicht beobachtbar. Jedoch wird eine Arthritis in der Hüfte häufig von Symptomen wie Fieber, allgemeinem Unwohlsein und Herzbeschleunigung begleitet.

Eine eitrige Entzündung im Hüftgelenk entwickelt sich in den meisten Fällen bei Säuglingen und Kleinkindern in den ersten Lebensjahren. Der durch die Eiteransammlung bedingte massive Druck im Hüftgelenk kann rasch zu einer Luxation des Hüftgelenks oder zu einer Durchblutungsstörung der noch knorpelig beschaffenen Knochen führen. Unbehandelt wirkt sich diese Entzündung der Hüfte auf die Wachstumszone des Hüftgelenks aus. Bleibende Schäden, wie eine massive Verkürzung des Beines oder eine Fehlstellung und/oder Versteifung der Hüfte, können als Folge einer Hüftgelenksentzündung auftreten.

Diagnose einer Arthritis in der Hüfte

Bei Verdacht auf eine Hüftgelenksentzündung kann anhand einer Blutprobe eine sichere Diagnose gestellt werden. Sind Blutsenkungsreaktion (BSR), die Konzentration des C-reaktiven Proteins und die Leukozyten erhöht, befindet sich im Körper ein Entzündungsherd.

Um den exakten Erreger der Arthritis im Hüftgelenk zu identifizieren, wird in einem nächsten Schritt das Hüftgelenk punktiert. Mithilfe einer dünnen Hohlnadel wird Gelenkflüssigkeit entnommen, welche in einem mikrobiologischen Labor untersucht wird.

Weitere Methoden zur Diagnose einer Entzündung der Hüfte sind bildgebende Verfahren wie die Röntgenaufnahme, der Ultraschall und die Computer- oder Kernspintomographie, um entzündliche Veränderungen des Hüftgelenks zu bestimmen.

Therapie einer Hüftgelenksentzündung

Bei einer infektiösen Entzündung im Hüftgelenk muss zeitnah gehandelt werden, um dauerhafte Schädigungen zu vermeiden. Durch eine sofortige Punktion des Hüftgelenks wird Eiter und infektiöse Flüssigkeit abgelassen. Im Anschluss wird ein Antibiotikum gegen den speziellen Erreger verabreicht. Hilfreich ist eine zusätzliche Ruhigstellung der Hüfte, um den Heilungsprozess zu fördern und Schmerzen zu minimieren.

Sind diese Maßnahmen nicht ausreichend um die Zerstörung des Hüftgelenks aufzuhalten, wird ein operativer Eingriff in Erwägung gezogen. Die sogenannte Herdausräumung, die Entfernung von entzündetem Gewebe aus dem Gelenk, und eine Drainageeinlage, um die sich bildende Flüssigkeit abzulassen, erhöhen die Heilungschancen erheblich und minimieren mögliche Spätfolgen.

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