Endoprothesenpass | Alles was Sie darüber wissen müssen

Endoprothesenpass

Was ist ein Endoprothesenpass?

Nach der Implantation eines künstlichen Hüft-, Knie-, Schulter-, Sprung- oder Ellenbogengelenks erhält ein Patient noch in der Klinik einen auf ihn ausgestellten Endoprothesenpass. Dabei handelt es sich um ein wichtiges Dokument, das Patienten mit einem künstlichen Gelenk immer bei sich tragen sollten.

Welche Informationen enthält ein Endoprothesenpass?

Ein Endprothesenpass dokumentiert, dass ein Patient ein künstliches Gelenk hat. Hierzu werden in einem Endoprothesenpass neben den persönlichen Daten wie Name und Anschrift die folgenden Informationen festgehalten:

  • Art und Modell der Endoprothese, die implantiert wurde
  • technische Daten der implantierten Endoprothese
  • Angaben, welche Körperseite betroffen ist
  • Datum der Implantation der Endoprothese
  • Angaben zur Klinik, in der die Endoprothese implantiert wurde
  • Informationen und Daten zu Kontrolluntersuchungen und Nachsorgeterminen

Darüber hinaus sollte einem Endoprothesenpass eine Kopie des Arztbriefes aus der Klinik, in der die Implantation des künstlichen Gelenks durchgeführt wurde, beiliegen.

Warum sollte man den Endoprothesenpass immer bei sich tragen?

Der Endoprothesenpass enthält alle wichtigen fachlichen Informationen, die Ärzte, Krankengymnasten oder Physiotherapeuten benötigen, um einen Patienten mit einem künstlichen Gelenk richtig behandeln zu können. Patienten sollten den Pass deshalb zu jeder ärztlichen Vorstellung und Untersuchung mitbringen. Hierzu gehören unter anderem auch bildgebende Untersuchungen wie die Röntgenuntersuchung, die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT).

Auch auf einer Urlaubsreise sollte der Endoprothesenpass aus verschiedenen Gründen stets mitgeführt werden. Erleidet ein Patient mit künstlichem Gelenk etwa im Urlaub durch einen Sturz oder Unfall eine Verletzung oder Fraktur des operierten Gelenks, wissen die behandelnden Ärzte am Urlaubsort sofort über den Gelenkersatz Bescheid und können den Patienten entsprechend behandeln.

Daneben ist das Mitführen des Endoprothesenpasses auch bei Flugreisen sehr wichtig. Die meist aus einer Metalllegierung bestehende Endoprothese kann nämlich den Alarm der Metalldetektoren beim Gang durch die Sicherheitskontrolle am Flughafen auslösen. Durch die Vorlage des Endoprothesenpasses können Patienten dann nachweisen, dass sie ein künstliches Gelenk haben und anschließend unbehelligt die Kontrolle passieren.

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