Ellenbogenbruch | Ursachen, Symptome & Behandlung

Ellenbogenbruch

Von einem Ellenbogenbruch bzw. einer Ellenbogenfraktur oder Ellenbogengelenkfraktur spricht man, wenn einer oder mehrere der drei Knochen, die das Ellenbogengelenk bilden, gebrochen sind. Je nachdem, ob der Bruch den Oberarm (Humerus), die Speiche (Radius) oder die Elle (Ullna) betrifft, unterscheidet man zwischen einer distalen Humerus- bzw. Oberarmfraktur, einer Radiuskopffraktur und einer proximalen Ullnafraktur (auch Olekranofraktur genannt). Derartige Knochenbrüche nahe dem Ellenbogengelenk kommen sowohl bei Kindern, als auch bei Erwachsenen relativ häufig vor. Der am häufigsten auftretende Ellenbogenbruch ist dabei die Radiuskopffraktur. Aber auch Kombinationen der verschiedenen Frakturen sind möglich.

Ursachen eines Ellenbogenbruchs

Verursacht wird eine Ellenbogenfraktur meist durch Stürze auf den ausgestreckten Arm oder das Ellenbogengelenk direkt. Zu solchen Stürzen kann es unter anderem bei Verkehrs- und Arbeitsunfällen sowie bei Sportunfällen, beispielsweise beim Skateboarden oder Inliner fahren, kommen. Da bei solchen Stürzen sehr starke Kräfte auf das Ellenbogengelenk einwirken, handelt es sich bei den Frakturen oft um Trümmerbrüche.

Symptome einer Ellenbogenfraktur

Bei einem Ellenbogenbruch werden die Knochenbruchstücke in den meisten Fällen so verschoben, dass sie nicht mehr richtig aufeinander stehen. Die Folge sind starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Ellenbogengelenk, das zudem geschwollen und bei Blutungen rötlich unterlaufen sein kann. Die in der Nähe des Ellenbogengelenks verlaufenden Blutgefäße und Nerven können bei einer Ellenbogengelenkfraktur ebenfalls verletzt sein. Dies kann sich unter anderem durch Empfindungsstörungen und eine Muskelschwäche äußern.

So wird ein Ellenbogenbruch behandelt

Die Behandlung einer Ellenbogenfraktur richtet sich danach, inwieweit die einzelnen Knochenbruchstücke gegeneinander verschoben sind. Ein konservatives, d.h. nicht-operatives Vorgehen mit einer drei- bis vierwöchigen Ruhigstellung des betroffenen Ellenbogengelenks in einem Oberarmgips ist nur in seltenen Fällen möglich, in denen die Bruchstücke nicht oder nur minimal verschoben sind.

Modell eines Ellenbogengelenks

Bei den meisten Ellenbogenbrüchen handelt es sich um schwere Verletzungen mit erheblichen Verschiebungen der Knochenbruchstücke. Das Risiko bleibender Schäden ist hierbei sehr groß. Daher ist meistens eine operative Behandlung notwendig. Dabei werden die Gelenkflächen des Ellenbogengelenks anatomisch wiederhergestellt, indem die einzelnen Knochenbruchstücke wieder in ihre ursprüngliche Position geführt und dort fixiert werden. Bei schweren Ellenbogenbrüchen oder bei älteren Patienten, bei denen sich der gebrochene Knochen nur schwer reparieren lässt, kommt auch die Implantation eines künstlichen Ellenbogengelenks infrage.

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