Ellenbogen-Reha | Leben mit einer Ellenbogenprothese

Ellenbogen-Reha nach der Implantation einer Ellenbogenprothese

Nachbehandlung

Die Nachbehandlung dauert insgesamt etwa 3 Monate. Mit der Mobilisation und Rehabilitation des künstlichen Ellenbogengelenks wird frühzeitig bereits während des ein- bis zweiwöchigen stationären Krankenhausaufenthaltes begonnen. So wird meist schon am zweiten postoperativen Tag mit Bewegungsübungen begonnen. Diese erfolgen zunächst im Rahmen passiver Krankengymnastik. Der Physiotherapeut nimmt den Arm des Patienten in die Hand und bewegt ihn nach einem festgelegten Muster. Später führt der Patient selbstständig Bewegungsübungen unter Anleitung durch.

Um Blutergüsse im Ellenbogengelenk und Nachblutungen zu vermeiden und um die Wundheilung zu unterstützen, wird in der Regel direkt nach der Operation eine Drainage gelegt, die das Wundsekret aus dem Inneren des Ellenbogengelenks abfangen und nach außen ableiten soll. Zusätzlich ist die Gabe von Schmerzmitteln oder das Legen eines sogenannten Schmerzkatheters, der kontinuierlich Schmerzmittel an den Patienten abgibt, möglich, um dem Patienten eine relative Schmerzfreiheit zu gewährleisten.

Physiotherapie

An den stationären Krankenhausaufenthalt schließt sich in der Regel eine ambulante oder gegebenenfalls auch stationäre Rehabilitationsmaßnahme – auch Anschlussheilbehandlung genannt – an. Diese Ellenbogen-Reha besteht normalerweise aus einer gezielten Physiotherapie, bei der das künstliche Ellenbogengelenk trainiert und an seine Funktion gewöhnt und die muskuläre Kraft wiederhergestellt wird. Der Patient erlernt dabei eine alltagsschonende Bewegung für den Ellenbogen und erfährt, welche Aktivitäten weiterhin ausgeführt werden dürfen und welche nicht.

Ellenbogen-Reha

So können normale Alltagstätigkeiten mit einer Ellenbogenprothese in der Regel wieder problemlos durchgeführt werden, während sportliche Aktivitäten und schwere Arbeiten, die das künstliche Ellenbogengelenk stark belasten – beispielsweise Tennis oder Golf spielen sowie das Heben und Tragen schwerer Lasten von mehr als einem Kilogramm Gewicht – am besten unterlassen werden sollten.

Etwa 6 Wochen nach der operativen Implantation einer Ellenbogenprothese erfolgt eine Nachkontrolle. In der Regel bestehen dann nur noch leichte Beschwerden und der Arm ist meist wieder komplett funktionsfähig. Weitere Nachkontrollen finden 12 Wochen und 12 Monate nach der Operation und danach jährlich statt.

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